Sprachgeschichte |
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| Die Dialekte im brandenburgischen Raum sind das Resultat langer sprachgeschichtlicher Prozesse. Im Folgenden werden einige historische Ereignisse und ihre Auswirkungen auf die Sprachentwicklung im Brandenburgischen vorgestellt. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Für die drei neuen Bundesländer liegen lediglich für den Landkreis Uckermark vergleichbare Daten vor. Der Prenzlauer Kulturverein führte in den Jahren 1992-1995 Erhebungen zur Beherrschung des Plattdeutschen durch, aus denen sich bezüglich der Realisierung der Mundart in den gefordeten 18 Positionen folgendes ergab:
"Für den praktischen Gebrauch des Platt muss die Beherrschung des Grundwortschatzes und der meisten grammatischen Formen als Voraussetzung angenommen werden. Nach der vorliegenden Übersicht ist dies bei den nach 1950 Geborenen kaum noch gegeben. " Ergänzt wird dieses Bild, wenn man die Sprachsituation geografisch untersucht:
"Gegenwärtig wird nach vorhandenen Unterlagen und nach Schätzung in den Dörfern der Uckermark von 5-15% der Bevölkerung regelmäßig oder gelegentlich platt gesprochen. Verstanden wird die Mundart von über 50% der Dörfler. In den Städten ... liegen diese Prozentsätze deutlich niedriger. Unter Jugendlichen ist die Beherrschung des Plattdeutschen eine seltene, kaum auffindbare Ausnahme." (Quelle: Krienke, E.: Uns Uckermark. Sprache und mundartliche Literatur einer Region. Milow, Schibri-Verlag 1996.) |
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WissenschaftDie wissenschaftliche Erforschung niederdeutscher Sprache und Literatur ist seit dem Ausgang des 19., die universitäre Vertretung dieses Faches seit den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts etabliert. Feste Forschungs- und Lehrkapazitäten für verschiedene Studienabschlüsse gibt es derzeit an der Universitäten Kiel, Flensburg, Hamburg, Rostock, Greifswald, Göttingen, Münster, Bielefeld und Magdeburg. Hinzu kommen Lehrangebote z.B. an den Universitäten Paderborn, Osnabrück, Oldenburg, Bremen und Potsdam, sowie eine Reihe von Arbeitsstellen für regionale niederdeutsche Wörterbücher. Der Hamburger Senat hat zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der niederdeutschen Sprache den 'Agathe-Lasch-Preis' gestiftet. LiteraturDie Zahl der gegenwärtig schreibenden Niederdeutsch-Autoren beläuft sich auf mehrere hundert. Ihr Schaffen hat in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen. Auf dem Buchmarkt sind z.Z. regelmässig 1.500 niederdeutsche Titel verfügbar. Angeregt und gefördert wird das literarische Leben u.a. durch:
Das Laientheater ist für die Öffentlichkeit der wohl wichtigste Multiplikator des Niederdeutschen. Geschätzt werden etwa 8000 bis 9000 Gruppen in Norddeutschland, die regelmässig plattdeutsche Stücke aufführen. BildungNachdem Niederdeutsch lange keinen Platz mehr im schulischen Bildungswesen hatte, vollzieht sich hier schrittweise eine Veränderung. Nach und nach werden Lehrpläne oder Rundverfügungen zu Niederdeutsch entwickelt. Neben Pilotversuchen auf verschiedenen Stufen reichen die Massnahmen zur stärkeren Berücksichtigung dieser Sprache im Unterricht von Niederdeutsch in der Grundschule über Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtangebote für die Jahrgänge 6 bis 10 bis zu Grundkursen auf der gymnasialen Oberstufe. Hierbei gibt es große regionale Unterschiede. Erheblich ausgeweitet hat sich in den beiden zurückliegenden Jahrzehnten neben dem bereits vorhandenen Angebot an Studienmöglichkeiten die Lehrerfortbildung und das Angebot an Lehrmaterialien für alle Schulformen und Klassen oder Jahrgangsstufen. Zur stärkeren Förderung des Niederdeutschen in der schulischen Bildung sind teilweise schulische Obleute eingestellt worden. zum
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