Templin

"De Uckermärk'sche Heidstruk"
Zirkel für Freunde der niederdeutschen Sprache im Kulturbund e.V.

 
Kontakt   Heinz Pantzier
Reiherstrasse 14
17268 Templin
 
Mitglieder   Der Zirkel hat 16 Mitglieder, die aktiv der plattdeutschen Sprache und ihrer Literatur verbunden sind. Seit zwanzig Jahren arbeitet der Zirkel in etwa mit dieser Anzahl von Mitgliedern, wobei sich die Zusammensetzung im Laufe der Zeit verändert hat.

Im Zirkel finden alle am Plattdeutschen Interessierten ein Zuhause, egal ob sie mecklenburger, märkisches bzw uckermärkisches Platt lesen, sprechen oder schreiben.

Nestorin und Mentorin des Zirkels war die bekannte Dichterin Frau Erna Taege-Röhnisch, die im Mai 1998 im Alter von 89 Jahren verstorben ist.

Heinz Pantzier und Günter Schmedemann werden als rührige Mitglieder des 'Heidstruks' weiter unten gesondert vorgestellt.

Veröffentlichungen   Dem Zirkel gehören seit längerem mehrere Autoren an, die mit Unterstützung des Kulturbundes zwei Anthologien herausgebracht haben.
  • Geschichten und Mundartliches aus der Uckermark (1995). Schibri-Verlag, Milow, ISBN 3-928878-34-4 (Autoren sind u.a.: Erna Taege-Röhnisch, Heinz Pantzier, Anne Hiering, Gerd Murr, Annemarie Giegler, Günter Schmedemann, Paul Meissner)
  • Osterstüpen, Hochtid, Gausbraden - Bräuche aus der Uckermark (1998). Schibri-Verlag, Milow, ISBN 3-928878-60-3 (Autoren ausser den oben bereits genannten: Max Lobedan, Günther Sturm, Irmgard Höft, Erika Fretwurst)
 

Partnerschaften

  Der Zirkel arbeitet mit dem Prenzlauer "Årdbernest" und dem "Mundartzirkel Großderschau" zusammen. Vier Autoren des Zirkels sind Mitglieder des "Bundes Niederdeutscher Autoren Mecklenburg-Vorpommerns und der Uckermark".
 

Tätigkeit

  Neben gemeinsamen Programmen, an denen fast alle Mitglieder beteiligt sind und die sowohl musikalisch als auch sprachlich durch Mitglieder des Zirkels gestaltet werden, lesen die Autoren vor allem vor Publikum.
künftige Vorhaben  
  • Vorbereitung eines Literaturwettbewerbs mit dem Landkreis Uckermark für niederdeutsch schreibende Autoren, der etwa alle 2 Jahre ausgelobt werden könnte
  • Mitarbeit an der Schaffung und Intensivierung des Angebots der niederdeutschen Sprache an Schulen und Universitäten
  • weitere Zusammenarbeit mit dem "Bund Niederdeutscher Autoren in Mecklenburg-Vorpommern und der Uckermark, dem viere Autoren des "Heidstruks" angehören und in dessen Anthologien sie mehrfach vertreten sind.

Leseprobe

  Uckermark

Dat Land is riek
met siene Wischen, Feller, Böm un kloren Seen.
Dat Land, dat lääft,
dat blöcht un waßt in Busch un Heid' binoh alleen.
De Minsch is riek,
wenn he't versteiht, met de Natur tohoop to läben.
De Minsch deiht good,
to wohr'n, wat em met disset Land is gäben.
Ob he't versteiht,
dat buten väle Tramsendierer lurern?
Hatt he't Gedür,
de eenen or de annern utenneen to holen?
Kum't rin in't Land,
wenn ji met uns' as Frünn'n will'n läben.
Bewohrt dat Land,
'ne bätere Heimat kann't för uns nich gäben!

G. Schmedemann

Übersicht: Mundartzirkel
zum
Seitenanfang
 

 


Heinz und Rosel Pantzier

Selbstauskunft   Heinz Pantzier 1925 burn tau Schönhausen in'n Elb-Havelwinkel, würd nah de Schaul as Flötist utbild't un het von 1945 an Theatermusik makt. Fiefundörtig Johr lang, bet 1988, hürte hei tau de "Norddeutsche Philharmonie Rostock". Schriewen is alltied sien Hobby wäst, Gedichte und Geschichten in hochdütsch, öwer mihr as twintig Johr nu ok all up Platt.

Rosel Pantzier 1923 in Leipzig burn, het dor de Hochschaul för Musik besöcht un dornah as 1. Violonistin söbenundörtig Johr lang gliekerwies bi de "Norddeutsche Philharmonie Rostock" arbeit't.

aus: De Johrskring

 
Veröffentlichungen   Pantzier veröffentlicht forlaufend in Tageszeitungen (Uckermarkkurier, Templiner Zeitung), im Templiner Heimatkalender sowie im norddeutschen Heimatkalender "Voss un Haas". Außerdem sind mehrfach Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien erfolgt, so z.B. in der Reihe "Plattdütsch Blaumen" (bisher erschienen Bauk 1-5) des Bundes Niederdeutscher Autoren in Mecklenburg-Vorpommern und der Uckermark sowie in zwei Anthologien des "Uckermärk'schen Heidstruks".

Pantzier beschäftigt sich darüberhinaus mit Textübertragungen aus dem Hochdeutschen ins Mecklenburger Platt. In diesem Zusammenhang sind bisher vier Beiträge in Sammelbänden über deutsche Dialekte im Universitätsverlag C. Winter, Heidelberg erschienen. Und zwar:
1996: "Der Mundartstruwwelpeter", ISBN 3-8253-7044-5
1997: "Hans Huckebein" von Wilhelm Busch, ISBN 3-8253-0564-3
1998: "Metamorphosen", neue Mundartübersetzungen des "Max und Moritz". ISBN 3-8253-0549-X
1999: "Plisch und Plum" von Wilhelm Busch, ISBN 3.8253-0944-4

Bislang noch unveröffentlichte Textübertragungen sind "Der Eiersegen" von Heinrich Seidel sowie Goethes "Prometheus".

 

Vorhaben und
Aktivitäten

  Mundartpflege zeigt sich bei Pantzier aber auch in literarisch-musikalischen Vortragsabenden seines Familienensembles "Templiner Hausmusik". Die Programmgestaltung bezieht neben eigenen hoch- und niederdeutschen Texten auch plattdeutsch Gesungenes mit ein. Hierfür sind aus einer ganzen Anzahl von Gedichten des Autors durch Vertonungen seitens seiner Frau Rosel instrumental zu begleitende niederdeutsche Lieder entstanden und entstehen weiterhin, darunter der 1992 im Selbstverlag herausgebrachte Zyklus "De Johrskring, Leeder von Maan tau Maan".

Pantzier denkt auch an eine Buchausgabe seiner Texte.


Leseprobe

  Wat nödig deit

Hoeg Di! Denn höllst Du Di jung!
Rög Di! Denn bliffst Du in Schwung!
Dagwark för Di un mi, Hüsung un Brod,
lütt bäten Leiw dorbi:
Dat dücht mi got!
Übersicht: Mundartzirkel
zum
Seitenanfang
 

 


Günter Schmedemann
17268 Buchenhain
Ortsteil Fürstenau, Nr. 8
Email:
G.Schmedemann@t-online.de

Vorhaben und
Aktivitäten
  Der Autor schreibt plattdeutsche Gedichte, Kurzgeschichte, Erzählungen und verfasst Liedtexte. Ausserdem arbeitet er seit längerer Zeit an einem plattdeutschen Roman.

Jahr für Jahr ist er mindestens 30 bis 40mal in der Uckermark zu Lesungen in Schulen und vor allem in Mundartzirkeln unterwegs, wo er seine Gedichte (Riemels), Geschichten (Vertellsels) und aus seinen Erzählungen vorliest.

Als Mitglied einer Autorengruppe arbeitet er an der Entstehung eines Lesebuches in plattdeutscher Sprache für Kinder der Länder Mecklenburg und Brandenburg mit.

 
Veröffentlichungen   Schmedemanns journalistische und literarische Arbeiten finden mit Veröffentlichungen im Uckermarkkurier und der Märkischen Allgemeinen sowie in acht Anthologien im Norden Brandenburgs, in Mecklenburg/Vorpommern, in Niedersachsen und Schleswig Holstein weite Verbreitung.

Im November 1998 erschien sein erstes Buch im Schibri-Verlag unter dem Titel "Hett allens siene Tiet". Es enthält über 20 Gedichte, 30 Geschichten, 3 Erzählungen und 4 Lieder aus vielen Bereichen des täglichen Lebens, der Natur und deren Zusammenhängen.

Sein zweites Buch "Dat Siedlungshus - Vertellsels, de dat Läben schräben hett" erschien im Januar 2000 im Schibri-Verlag (ISBN 3-9333978-14-9). Es enthält Erzählungen um das ehemalige KZ Ravensbrück

 
Leseprobe   Uckermark

Dat Land is riek
met siene Wischen, Feller, Böm un kloren Seen.
Dat Land, dat lääft,
dat blöcht un waßt in Busch un Heid' binoh alleen.
De Minsch is riek,
wenn he't versteiht, met de Natur tohoop to läben.
De Minsch deiht good,
to wohr'n, wat em met disset Land is gäben.
Ob he't versteiht,
dat buten väle Tramsendierer lurern?
Hatt he't Gedür,
de eenen or de annern utenneen to holen?
Kum't rin in't Land,
wenn ji met uns' as Frünn'n will'n läben.
Bewohrt dat Land,
'ne bätere Heimat kann't för uns nich gäben!

G. Schmedemann

Übersicht: Mundartgruppen
zum
Seitenanfang